• Lea Langha

Uganda und die Covid-Pandemie: Der aktuelle Stand im Oktober 2021

Bereits im Rundbrief Anfang diesen Jahres haben wir auf die Situation von Covid in Uganda hingewiesen und sie versucht einzuordnen. Damals hatten wir gehofft, dass für 2021 ein relativ normales Schuljahr zu erwarten ist und die Schülerinnen und Schüler in Uganda Verpasstes aus dem Jahr 2020 rasch wieder aufholen können. Dem ist jedoch leider nicht so, wie sich zeigt.


Aber von vorne: Mit Beginn der Pandemie wurden in Uganda, wie an vielen Orten weltweit, die Schulen im April 2020 geschlossen. Die ersten, die wieder zum Unterricht gehen durften, waren dann im November 2020 die Abschlussklassen, um sich auf die Abschlussprüfungen vorzubereiten. Diese Abschlussprüfungen finden normalerweise jedes Jahr mit Ende des Schuljahres im November statt (Info: Ein Schuljahr in Uganda läuft stets von Februar bis November.). Aufgrund der Pandemie wurden diese Abschlussprüfungen zwar angeboten, jedoch mit ein paar Wochen Verzögerung im Februar 2021. Zu diesem Zeitpunkt sollte dann auch der Unterricht für alle anderen Schülerinnen und Schüler wieder aufgenommen werden. Und dem war auch so: sehr vielversprechend öffneten im Februar 2021 die Schulen in Uganda bundesweit nach 10 Monaten Lockdown wieder. Motiviert bemühte man sich, Verpasstes aus dem Jahr 2020 aufzuarbeiten. Leider kam es dann in Uganda im Mai 2021 zu einem Anstieg der Corona-Infektionszahlen. Dies führte dazu, dass Präsident Museveni einen erneuten Lockdown ausrief und das Schul-Trimester vorzeitig beendete und die SchülerInnen in verlängerte Ferien schickte. Als Ende Juli dann die Infektionszahlen sanken, konnten einige der eingeführten Restriktionen wieder abgemildert und beendet werden. Dies galt jedoch weiterhin nicht für die Schulen: Um für die Beschäftigten in Schulen und die SchülerInnen das Risiko einer Infektion so niedrig wie möglich zu halten, forderte der Präsident ein, dass Lehrkräfte zunächst geimpft werden sollten, bevor die Bildungseinrichtungen wieder öffneten. In einer präsidialen Ansprache im September ließ Yoweri Museveni jedoch dann die Aussicht zu, dass ab Anfang November mit der Öffnung der Schulen zu rechnen ist. Museveni rechnet mit einer Lieferung von 12 Millionen Impfdosen bis Ende diesen Jahres. Mit dieser Aussicht sei es möglich langsam das gesellschaftliche Leben wieder hochzufahren und Restriktionen zu mildern.

Wir von Go One Bugwere schauen gespannt auf diese Entwicklung und hoffen auf eine schnelle Öffnung der Bildungseinrichtungen und eine zügige Wiederaufnahme des Unterrichts. Dies ist unermesslich wichtig, um den Schülerinnen und Schülern in ganz Uganda Perspektiven zu garantieren und Zukunft zu ermöglichen.

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